Bitcoin Gewinne realisieren oder nicht?

Bitcoin Gewinne realisieren oder nicht?

Es geht gegen Ende Jahr zu und die die Einkünfte, Vermögen und Schulden per Saldo 31.12.2020 in der nächsten Steuererklärung zu deklarieren. Wie genau Bitcoins und Altcoins versteuert werden müssen ist von Fall zu Fall etwas differentiell, aber ich werde in einem der nächsten Beiträge die korrekte Deklaration von Bitcoins und Altcoins erklären, nach Rücksprache und Absicherung beim ESTV. Nichts desto Trotz müssen die Vermögen, ob Coins oder Fiatwährungen in der Steuererklärung angegeben werden, was Anlass gibt sich zu überlegen, ob man einen Teil der «möglichen» Gewinne realisieren will.

Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Weder in BTC, CHF oder je nach Risikostrategie. Um euch bei einer Entscheidungsfindung zu helfen, definiere ich zuerst einmal ein paar Begriffe für diesen Artikel.

«Viel Gewinn/Verlust» bezieht sich nicht auf einen Betrag in CHF/BTC sondern im Verhältnis auf dein persönliches Investment, Kapital und sonstigen diversifizierten Finanzreserven.

«Was viel ist, ist auch individuell» in diesem Artikel ist «viel» oder «wenig» auf dich und deine Verhältnisse bezogen, was du selbst einschätzen musst.

Gute Augenblicke für eine Gewinn- oder Teilgewinnrealisierung

Im Moment, so kurz vor Jahresende ist immer ein guter Augenblick einen Teil der Gewinne zu realisieren, denn tendenziell stürzt der Bitcoin anfangs Jahr regelmässig ab. Das hat zum Teil sicherlich mit eben solchen Gewinnrealisierungen zu tun, wer jedoch langfristig investiert und nicht kurzfristig auf flüssige Fiatwährungen angewiesen ist, kann auch auf eine Teilrealisierung verzichten, denn

  1. Hat sich der Bitcoin jedes Mal wieder erholt und dass er keine grosse Inflation zu befürchten hat, da die Menge an BTC beschränkt ist, was den Coin stärkt und die Risiken bei weiten aufwiegt und über die Zeit nur Steigerungen erwartet werden, sicherlich keine falsche Entscheidung.
  2. Die Momentane Wirtschaftslage, Corona, die Tatsache das die USA die letzten Wochen Trilliarden USD gedruckt haben – dass sind Milliarden von CHF – um die Wirtschaft zu stützen hat verehrende Folgen. Die Nationalbanken auf der ganzen Welt drucken mit grossem eifer eben so frisches Geld, um die eigene Währung zu schützen, auch die SNB. Investiert wird das Geld der SNB in Aktien aus allen Sparten. Von Kriegsindustrie über Pharma- bis zu Techfirmen. Nach Zuckerberg ist die SNB der grösste Facebook Aktionär, warum weiss ich nicht und gerade deshalb würde ich der Firma mehr auf die Finger hauen. Warum dieses Geld nicht wenigstens in der Schweiz investiert wird, wenn unser Geld damit schon täglich entwertet wird verstehe genau so wenig.
  3. Weil sich der «mündige Verbraucher» auch immer mehr klar wird, dass wir einerseits täglich mehr «unnötig und gemäss einigen EU Gerichten Verfassungswidrig» überwacht werden, das Geld durch drucken von neuem und durch die Gelderfindung per Knopfdruck unserer Banken (Hypotheken), das eigene Geld täglich an Wert verliert halte ich es durchaus für möglich, dass der BTC anfangs 2021 auf einen grossen Taucher verzichtet.

Das sind auch die Gründe warum ich maximal für eine Teilrealisierung bin und wer es sich finanziell Leisten kann, denen empfehle alles stehen zu lassen oder maximal einen kleinen Anteil zu realisieren.

Wann sich eine Teilgewinn-Realisierung lohnt

Wer sich in diesem Jahr BTC um die 6-8000 CHF eingekauft hat oder gar bereits viel früher zu einem hoffentlich viel tieferen Preis als 6000 CHF, kann um auf Nummer sicher zu gehen keine Verluste zu erleiden, den Teil welcher er in einer Fiatwährung investiert hat wieder realisieren und auf sein Bankkonto auszahlen lassen. Somit ist ein Verlust verunmöglicht.

Wer weiterhin ein Risiko – welches überschaubar ist – eingehen will und nicht kurzfristig auf die Investition angewiesen ist, kann auch zum Beispiel nur die Hälfte seiner Investition auszahlen. Somit bleiben ihm mehr BTC oder Altcoins und auch potentiell grössere Gewinne in der Zukunft. Ich möchte hier aber klar Festhalten, dass der BTC nicht umsonst der Bitcoin ist und alle anderen Altcoins – was alternative Coins bedeutet – und der Bitcoin in allen Belangen die Leitwährung ist, während Altcoins einem grösseren Risiko abzustürzen ausgesetzt sind. Sollte aber der BTC tauchen, so tauchen die Altcoins jedes Mal im selben Tempo mit ein paar Minuten bis Stunden Verzögerung. Deshalb ist langfristig der Bitcoin der sicherste Coin.

Wann eine Total Realisierung angesagt ist

Das empfehle ich den denjenigen, welche auf das Geld angewiesen sind. Wenn dann lieber vor Jahresende als danach. Aus oben erwähnten steuerlichem unnötigem Mehraufwand und wegen den bisher (was keine Garantie ist, dass es wieder passiert) nach dem Jahreswechsel oft sehr deftig taucht.

Auch all denen, welche sich nicht mit der Versteuerung von Bitcoin und Altcoins herumschlagen möchten. Ich kann euch aber bereits vorab verraten, dass die Versteuerung nicht eine wirklich komplizierte Angelegenheit ist. Wer kein professioneller Händler ist muss egal ob BTC, Altcoins oder Fiatwährungen als Vermögen auf der Steuererklärung angeben. Das bedeutet lediglich ein Konto mehr (BTC Adresse) und Kontostand zum 31.12.2020 – den Kurs veröffentlicht die ESTV.

Ein letzter Tipp an diejenigen, welche Gewinne realisiert haben oder auf dem Bankkonto überflüssig viel Geld horten.

Wie ich oben erklärt habe und den meisten kaum entgangen ist, wird unser Geld täglich weniger wert, während gleichzeitig die Preise in nahezu allen Bereichen steigen. Zur Diversifizierung des Portfolios empfehle ich an dieser Stelle in Gold, Silber und möglicherweise Platin zu investieren. Dies sollte man nicht virtuell bei einer Bank machen oder einem Broker wie Etoro und ähnliche. Vielmehr sollte man bei seiner Hausbank Goldbarren, Silberbarren oder eben Platinbarren, bei Gold und Silber sind auch Münzen, vorzugsweise OZ möglich, wobei dies schon wieder viel mehr Grundkenntnisse voraussetzt, während Gold- und Silberbarren von renommierten Schweizer Herstellern jederzeit veräussert werden können.

About the Author

BTC Nerd

Ich bin so ein richtiges EDV Kind. Mein Vater war einer der ersten Computernutzer an der ETH, nicht mehr mit der Lochkarte, aber mit Computern in Dimensionen wie Wandschränke von Ikea. Mein erster PC war ein Zenith, lange vor Atari und Amiga, kenne das 14kbps Modem und dessen Geräusch noch genau so gut wie die IRC Chats oder die Dialers. Nach einer Online-Marketing Ausbildung habe 15 Jahre im Online Marketing und Web gearbeitet, da komm ich nun wieder zurück. Leider war ich nicht der erste Verkäufer einer gewissen Pizza.

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